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Der Deutsche Siegfried-Lenz-Preis erhält Ludmil Ulitzka.

Der Deutsche Siegfried-Lenz-Preis erhält Ludmil Ulitzka.

Der Deutsche Siegfried-Lenz-Preis in Höhe von 50.000 Euro wurde in diesem Jahr an die russische Schriftstellerin Ludmille Ulitzka verliehen.

Am 15. Juni gab die Siegfried-Lenz-Stiftung in Hamburg bekannt. Der Preis wird von Schriftstellern in verschiedenen Ländern ausgezeichnet, die mit ihrer geschichtsträchtigen Kreativität anerkannt wurden und deren literarische Tätigkeit Siegfried Lenz nahe steht. Frühere Preisträger waren der Israeli Amos Oz, der Engländer Julian Barnes und der Amerikaner Richard Ford. Der Preis wird am 19. März 2021 im Hamburger Rathaus verliehen.

Die Stiftung bezeichnete Ulitzka als herausragende Schriftstellerin Russlands. Die Geschichte und die Geschichte spiegeln die Tragödie des 20. Jahrhunderts wider, die Zeit der Tyrannei und des Genozids, lautet die Begründung der Jury. Die vielfältigen und vielschichtigen Charaktere der Geschichte kämpften ums Überleben. Aus diesen Schicksalen entwarf Ulitzka ein "großes Gewebe, das Gegenwart und Vergangenheit verbindet, das Religiöse mit dem Politischen, das Öffentliche mit dem Persönlichen".

Ulitzka wurde 1943 in einer jüdischen Familie geboren und wuchs in Moskau auf. In deutscher Sprache erschienen Werke wie "Medea und Kinder" (Roman 1997) ", Euer Schurik" (Roman, 2005) ", Maschis Glück" (Sammlung der Geschichten, 2007) und "Jakob Leiter" (Roman, 2017). Laut der Stiftung wurde Ulitzkaya wiederholt wegen Kritik an Putins Regierung verurteilt.

Quelle: dpa/Hamburg.