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Erlebend die Krone.

Erlebend die Krone.

Der Juni ist ein Wendepunkt für Deutschland: Nach langer Pause habe das Land begonnen, den Dienstleistungssektor zu lebendig zu machen - wobei jedes Bundesland selbst einen Zeitplan für den Ausstieg aus dem Lokdawn definiert habe, sagte Spiegel online. Die strengsten Quarantäne-Maßnahmen handelten in Bayern. Doch seit Ende Mai haben sich dort Fitnessclubs und Schwimmbäder, Cafés und Restaurants verdient. Die größte Enttäuschung für die Bayern war die Entscheidung der örtlichen Behörden, in diesem Herbst kein Oktoberfest durchzuführen, das jährlich Hunderte Millionen Euro in die Bayernkasse brachte und rund 13.000 Arbeitsplätze für Suchende aus dem ganzen Land schuf.

Regionen, die einen Ausstieg an die Nord- und Ostsee haben, setzten auf die Wiederherstellung des Tourismus - vorerst intern. Handeln muss man mit Vorsicht. Die ersten an den Stränden haben Immobilienbesitzer an der Küste freigegeben, dann öffneten bereits Hotels die Türen für Gäste mit einem regionalen "Register". Und erst in der dritten Etappe konnten die Kurorte Reisende aus anderen deutschen Ländern besuchen. Dabei gelten überall ihre Regeln. In Niedersachsen entscheidet jede Kommune selbst, ob Touristen ohne Übernachtungsmöglichkeiten (das Verfolgen von eintägigen Kontakten im Falle einer Infektion COVID-19 viel schwieriger ist als unter Hotelgästen). Im Land Mecklenburg - Im Vorpommern muss man mindestens eine Woche Urlaub buchen, wobei die extrem zulässige Belegung der Hotels 60 Prozent beträgt. Einer von ihnen versuchte, diesen sanitären Anspruch vor Gericht anzufechten, doch das Limit blieb aus. Die Gemeinderäte haben die Aktion bereits unter dem Motto "Wir sind das Land der Erholung" und "Zeig das Herz - Such uns aus" gestartet. Und auch in der Region dürfen die Sommerlager und Turbosen für die Schüler öffnen, sie dürfen aber auch nicht komplett bestückt werden. Vor Kurzem sind populäre Inseln wie Rügen und Zult aus der Selbstzerstörung hervorgegangen.

Es sind die Gastronomie, der Tourismus sowie die Kultur, die in Deutschland als am stärksten von der "Krone" betroffen anerkannt werden. Von Anfang Juni bis Ende August werden die Institutionen und Unternehmen dieser Branchen in der Lage sein, eine weitere Tranche von dringenden Zahlungen zu erhalten, wenn sie beweisen, dass nach wie vor Verluste von mindestens 50 Prozent der bisherigen Umsatzerlöse. Die Entschädigung kann in jedem Fall bis zu 150.000 Euro betragen. Insgesamt 25 Milliarden Euro sind in ein beispielloses Hilfspaket für Bürger und Geschäftsleute geflossen, das in Finanzturbulenzen mündet. Diese Woche wurde er von der Bundesregierung bestätigt. Insgesamt stehen 130 Milliarden Euro für 2020-2021 zur Förderung der nationalen Wirtschaft und zur Überwindung der Auswirkungen der Pandemie zur Verfügung. Im Vergleich dazu beträgt der gesamte Bundeshaushalt, alle Ausgaben der Behörden und Ministerien 350 Milliarden, sagte Handelsblatt.

Zu den Maßnahmen gehört eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent vom 1. Juli bis Ende 2020. Die Steuerprämie wird von sieben auf fünf Prozent gesenkt. Durch staatliche Subventionen wird es ab 2021 für die Bevölkerung und Unternehmen billiger, Strom aus erneuerbaren Quellen zu verwenden. Bisher wurde sie für jede Kilowattstunde mit Sonderzöllen belegt. Investitionen in grüne Technologien sind vorgesehen. Von drei auf 6.000 Euro werden beispielsweise die Subventionen für den Kauf von Elektroautos im Wert von 40 Tausend Euro steigen.