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Das deutsche Außenministerium wird eine Rechnung an die evakuierten deutschen Touristen.

"Nicht umsonst geflogen" - unter dieser ironischen Überschrift berichtete das Portal Spiegel online, dass das deutsche Auswärtige Amt bereit sei, Touristen, die im Rahmen der größten Aktion in der Geschichte des Landes für die Rückkehr der Bürger aus dem Ausland gebracht wurden, ein Konto einzureichen. Sie war nicht wohltätig. Laut der Zeitung erhielt das Diplom von der Bundesregierung 100 Millionen Euro für die Organisation von speziellen Charterflügen auf dem Höhepunkt des Lokdowns, jetzt müssen die Passagiere die Schulden an den Staat im Einklang mit dem Konsulatsgesetz der Bundesrepublik Deutschland zurückzuzahlen. In den nächsten Tagen und Wochen wird jeder Person eine "individuelle Mitteilung über den Kostenbetrag" zur Post erhalten.

Innerhalb von fünf Wochen seit Ende März sind rund 240.000 Menschen nach Deutschland zurückgekehrt, 66.000 davon durch außenpolitische Anstrengungen. Das deutsche Außenministerium hat 260 Passagierflugzeuge gefruchtet, die 65 Staaten, darunter die abgelegensten Resorts Deutschlands, zum Beispiel die Kuka-Inseln, geflogen haben. Neben den Deutschen konnten auch 6100 Bürger anderer europäischer Länder und 3300 weitere Einwohner außerhalb der EU an Bord gelangen. Die diplomatische Quelle Spiegel sagte, dass ihre Rechnungen "von der Route, den durchschnittlichen Ticketpreisen in diesen Bereichen und dem Wert vergleichbarer Aktien zur Rückkehr der Bürger in anderen EU-Mitgliedsstaaten abhängen". Die Beträge werden sich wahrscheinlich mit dem Preis der Economy Class-Tickets vergleichen.

Unterdessen hat der deutsche Außenminister Heiko Maas kürzlich in einem Interview mit Bild am Sonntag unmissverständlich klar gemacht, dass der Staat keine Massenabholung von Passagieren mehr durchführen wird, wenn plötzlich eine zweite Welle des Coronavirus ausbricht und die Grenzen der kaum eröffneten Länder wieder auf dem Schloss landen. Diejenigen, die in diesem Sommer auf eigene Gefahr ins Ausland reisen und dort die Krone ergattern, sind vielleicht nicht auf Hilfe angewiesen ". Wer im Urlaub infiziert wird, darf nicht davon ausgehen, dass wir ihn zurück nach Deutschland bringen. Natürlich sind unsere ausländischen Vertretungen im Notfall immer bereit, konsularisch zu unterstützen. Aber die Bundesregierung wird in diesem Sommer keine Flugzeuge mehr schicken, um deutsche Urlauber abzuholen", schloss der Leiter des Außenministeriums.