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Steinmeier fordert eine Stärkung der internationalen Zusammenarbeit.

Steinmeier fordert eine Stärkung der internationalen Zusammenarbeit.

Im Zeichen des 75. Geburtstages der Vereinten Nationen forderte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine Stärkung der internationalen Zusammenarbeit.

"Heute brauchen wir nicht weniger, sondern mehr internationale Zusammenarbeit. Um globale Krisen zu bewältigen, brauchen wir globale Maßnahmen", sagte Steinmeier am Freitag bei einer vom Deutschen Verband zur Förderung der Vereinten Nationen organisierten Veranstaltung.

Der Bundespräsident hat auf die Themen Klimawandel und Pandemie des Coronavirus aufmerksam gemacht. Er erklärte, er sei besorgt, wenn die Teilnehmer drohen, sich aus internationalen Vereinen wie der Weltgesundheitsorganisation zu befreien. Steinmeier erwähnte nicht ausdrücklich die USA, die den Austritt des Vereins erklärten.

"Wir brauchen mehr denn je die Vereinten Nationen", betonte der Präsident. Nach dem Zweiten Weltkrieg trug sie zur Friedensordnung bei ". Die Vereinten Nationen schützen die Menschenrechte, verteilen humanitäre Hilfe, lösen Konflikte". Die blaue Farbe der Vereinten Nationen wurde zur "Farbe der Hoffnung".

Der deutsche Außenminister Heiko Maas betonte, man dürfe die Erfolge der Vereinten Nationen nicht als selbstverständlich ansehen ". Die regelbasierte Weltordnung, in deren Zentrum die Vereinigten Nationen stehen, wird angegriffen. Die Einzelmaßnahmen einzelner Staaten stehen zunehmend über multilateralen Lösungen, auch wenn wir der Idee einer solchen Form der internationalen Zusammenarbeit verpflichtet sind". Maas erwähnte auch die Pandemie des Coronavirus, die zeigte ", wie anfällig wir alle in einer zunehmend vernetzten Welt sind".

Maas sagte, Deutschland werde seine Präsidentschaft im UN-Sicherheitsrat, die in wenigen Tagen beginnt ", konsequent nutzen, um die Länder zu multilateralen Lösungen für die Krisen unserer Zeit zu bewegen". Er erklärte, Deutschland wolle sich auf die Beziehung zwischen Gesundheit und Sicherheit sowie zwischen Klima und Sicherheit konzentrieren. Diese Beispiele zeigen, dass Sicherheit heute neu definiert werden muss ". Nicht die Armee oder der Krieg im klassischen Verständnis zieht immer mehr Länder in den Abgrund, sondern die unsichtbaren Feinde - Koronaviren, Computercodes oder ständig zunehmende klimatische Veränderungen".

Maas betonte, dass sich auch die Vereinigten Nationen ändern müssten ". Sie müssen reformiert werden, um aktiv, handlungsfähig und glaubwürdig zu bleiben".

Quelle: dpa.