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Schröder bezeichnete Sanktionen gegen Nord Stream 2 als Angriff auf die EU-Wirtschaft.

Schröder bezeichnete Sanktionen gegen Nord Stream 2 als Angriff auf die EU-Wirtschaft.

Am Mittwoch wird der ehemalige Bundeskanzler, der Sozialdemokrat Gerhard Schröder, in einer Sitzung des Wirtschafts- und Energieausschusses auf Einladung seines Chefs, des Linken-Politikers Klaus Ernst, im Bundestag sprechen. Sie wird sich der "Förderung der Souveränität deutscher und europäischer Projekte in der Energiepolitik" widmen. Im Mittelpunkt der Agenda stehen natürlich die Sanktionen gegen die Pipeline Nord Stream 2, die die US-Abgeordneten vorbereitet haben. Die Ausgabe des Handelsblatts führt Thesen der bevorstehenden Rede des Ex-Kanzlers, der daran erinnert, jetzt als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rosneft und Leiter des Aktionärsausschusses Nord Stream AG. Schröder sagte, dass unter dem Schlag mehr als 120 europäische Unternehmen im Bereich Schiffbau, Technik und Umweltsicherheit, die arbeiten oder zuvor mit dem Projekt verbunden waren. Nun sind die "europäischen Arbeitsplätze" in Gefahr, die hinter jedem dieser Firmen stecken. Nach Angaben des ehemaligen Kanzlers stellt der amerikanische Gesetzentwurf einen "weit ausgebreiteten, unzumutbaren Angriff auf die europäische Wirtschaft und einen nicht hinnehmbaren Angriff auf die Souveränität der EU und die Sicherheit Westeuropas dar".

"Der Schaden an Sanktionen wäre enorm. Sie drohen, Investitionen in die europäische Infrastruktur in Höhe von 12 Milliarden Euro zu begraben und die europäischen Verbraucher mit zusätzlichen finanziellen Belastungen von bis zu vier Milliarden pro Jahr zu belasten... Wirtschaftssanktionen gegen NATO-Partner auf dem Höhepunkt der aktuellen wirtschaftlichen Rezession sind nichts anderes als eine bewusste Kündigung der transatlantischen Partnerschaft", so Schröder abschließend.