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In Berlin wird die U-Bahn-Station nach einem russischen Komponisten benannt.

Das Management der Berliner Metropole benennt die Station "Maurerstraße" wegen der diskriminierenden Art ihres Namens um. Bald wird sie den Namen des berühmten russischen Komponisten Michael Glinky, nach dem eine Straße in der Nähe der Station benannt ist.

Wie die für den öffentlichen Nahverkehr in der deutschen Hauptstadt zuständige BVG erklärte, wurde diese Entscheidung "aus Respekt vor den widersprüchlichen Streitigkeiten um den Namen der Maurerstraße" getroffen, die tatsächlich den Namen der U-Bahn-Station gab. Und die Streitigkeiten werden seit langem geführt, sagte die Bild-Zeitung. Die Zentralstadtverwaltung Berlins überlegt sogar, die Station und die Straße selbst umzubenennen, vermutlich wegen der einst in ihrer Umgebung lebenden Schwarzen.

Umso mehr ist es an der Zeit, wenn man bedenkt, dass die in den USA geborene Mode zur Bekämpfung von "Rassismus-Denkmälern" auch Deutschland erreicht hat. Dieselbe Station namens "Maurerstraße" haben Unbekannte letzten Monat in George Floyd Street benannt - nach einem von Polizisten getöteten Afroamerikaner. Das neue Namensschild wurde direkt über dem alten aufgehängt.

Die BVG wies darauf hin, dass die Benennung der Station Wochen dauern könnte, versprach aber, dass bis Ende des Jahres alles fertig ist.