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Das Scheitern des EU-Gipfels: Warum sollte Deutschland andere Länder bezahlen?

Die Europäische Union ringt derzeit um ein Finanzpaket im Wert von mehreren Milliarden Euro, das den betroffenen Staaten von dem Koronavirus hilft. Warum sollte Deutschland die reichen Südeuropäer bezahlen?

Die Menschen in Südeuropa sind nicht arm, im Gegenteil: Das durchschnittliche Wohlergehen der Italiener beträgt etwa €163 900, die der Spanier €178 300! Nach Angaben der Bundesbank ist das durchschnittliche Wohlergehen der Deutschen mit nur 51 400 Euro deutlich geringer.

In Krisenländern wird der wirtschaftliche Erfolg jedoch nur erreicht werden, wenn die Politiker dringende Reformen umsetzen. Trotz der Einkommen der Südeuropäer blockieren alte und korrupte Regierungen die notwendigen Reformen, was wiederum zu Schulden führt.

Ist es Möglich! Viele deutsche Experten befürchten, dass die Populisten in Rom EU-Gelder nicht zweckgebunden verwenden, wie zum Beispiel Haushaltslöcher zu füllen. Laut Commerzbank-Ökonom Jörg Kremer hat die italienische Regierung ihren Wählern Vorteile versprochen, die sie sich nicht leisten kann.

In Spanien beispielsweise hat Ministerpräsident Pedro Sánchez (48) kürzlich beschlossen, ein Grundeinkommen von bis zu einem 015 Euro pro Monat für Arme einzuführen. Das Land hat kein Geld für diese Innovation. Die Hoffnung auf die EU.

Der genaue Betrag steht noch nicht fest. Tatsache ist, dass Deutschland nach den aktuellen Plänen etwa 130 Milliarden Euro in den Wiederaufbau-Fonds einzahlen und nur 28 Milliarden Euro erhalten soll. Viele deutsche Politiker mögen diese Arithmetik nicht.

Einige Experten sagen, dass, wenn sich die Krisenländer tatsächlich stabilisiert hätten, auch die deutsche Wirtschaft davon profitieren könnte, aber das ist nicht sicher.