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Es ist wieder ungesund.

Belgien war eines der ersten EU-Länder, in denen COVID-19 angesichts steigender Krankheitsraten die strengen Einschränkungen des öffentlichen Lebens wiederherstellen musste. Wie die Premierministerin Sophie Wilmes nach einer Krisensitzung des Rates der nationalen Sicherheit, für die nächsten vier Wochen in der Öffentlichkeit wieder verboten, Gruppen von mehr als fünf Personen (bisher erlaubt 15). Zuvor hatten die Behörden vorgeschrieben, sie unbedingt in Restaurants und Cafés, in Geschäften, auf Märkten und Einkaufsstraßen, in Bibliotheken, Kinos, Museen und im Verkehr anzuziehen. Für Ausflüge und Hochzeiten sind ab sofort maximal zehn Teilnehmer erlaubt. Jeder Kunde hat 30 Minuten Zeit zum Einkaufen in Einkaufszentren.

In Antwerpen wurde eine Ausgangssperre verhängt. Bereits Anfang Juli wurden in Belgien im Durchschnitt 101 neue Fälle pro Tag gemeldet, vom 17. bis 23. Juli waren es fast 279 und an diesem Sonntag bereits über 500.

Ein wenig anders ging Deutschland, wo der Anstieg der Krankheit die belgischen Zahlen übertrifft. Nach Angaben des Koch-Instituts wurden in den letzten 24 Stunden im Land 633 neue Patienten mit COVID-19 identifiziert. Die Bewegungsfreiheit wird nun wieder zwischen den einzelnen Regionen der Republik eingeschränkt. So können die Bewohner von Dingolfing-Landau in Bayern seit dieser Woche wegen des Ausbruchs der "Krone" auf einer lokalen Gemüsefarm nicht in die benachbarten Bundesländer einreisen. Das Virus wurde bereits bei 174 Gurkensammlern gefunden - hauptsächlich Saisonarbeitern aus Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Ukraine. Die Geiseln des ungünstigen epidemiologischen Umfelds waren etwa 96 Tausend Einheimische. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, haben die Behörden des Landes Schleswig-Holstein bei einem Sondergespräch das bayerische Gebiet als Risikogebiet qualifiziert. Jetzt sind Touristen von dort verpflichtet, eine 14-tägige Quarantäne zu passieren und sich bei der schleswig-holsteinischen Gesundheitsbehörde zu melden sowie Auskunft über den negativen Test auf COVID-19 zu geben. Ohne sie, spätestens 48 Stunden vor der Verwaltungsgrenze, können die Bayern auch in Mecklenburg-Vorpommern nicht ankommen.

Die deutschen Behörden, die eine zweite Koronavirus-Welle befürchten, haben beschlossen, an internationalen Flughäfen kostenlose und freiwillige Tests für alle Passagiere bereitzustellen, die aus risikoreichen Ländern anreisen.

Auch Italiener denken über solche Schnelltests nach. Aber die Behörden auf der spanischen Insel Mallorca, nachdem deutsche Touristen an den örtlichen Stränden stürmische, wenn nicht gar wilde Partys ohne Vorsichtsmaßnahmen veranstaltet haben, haben eine beispiellose Entscheidung getroffen, alle Bars, Restaurants und Diskotheken zu schließen. Die Täter sind mit hohen Geldstrafen bedroht, berichtet Euronews. Nun, die katalanischen Behörden riefen die Menschen in Barcelona dazu auf, das Haus nicht in den nächsten 15 Tagen zu verlassen.