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Al-Kaida nahm Reichstag auf die Miene.

Wie auf Hefe wachsen Gerüchte über verschiedene mögliche Ziele der Anschläge in Deutschland. Am Samstag berichtete die Internetversion des Magazins "Spieß" unter Berufung auf Informationen aus den Sicherheitsbehörden des Landes, dass Terroristen aus der Al-Kaida angeblich planen, den Reichstag, die Wiege des deutschen Parlamentarismus zu stürmen, Geiseln zu nehmen und ein Blutbad zu veranstalten.

Über die Details des anberaumten Angriffs, als hätte einer der Dschihadisten erzählt, der die Al-Kaida verlassen will. Von ihm erhielt das Bundeskriminalamt Informationen über die Teilnehmer eines möglichen Anschlags. Zwei von ihnen müssen sich bereits in Berlin aufhalten. Vier andere sind ein Deutscher, der in Muslima, Nordafrikaner, Türken und eine Person übergegangen ist, von der Informatiker Details nicht kennt. Diese Meldung war nach Informationen des Magazins und war der Grund für die Rede von Innenminister Thomas de Mesiera am Mittwoch.

Eine andere Warnung, auf die der Minister reagierte, kam vom US-FBI. Seiner Version zufolge hat sich die indisch-schiitische Gruppe "Schwert" mit der Al-Kaida zusammengeschlossen, um Anschläge in Deutschland vorzubereiten. Die beiden Terroristen sollten am 22. November mit einem Schengen-Visum aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Deutschland einreisen.

Die CIA wiederum bestätigte diese Informationen nicht. Widersprochen haben die Angaben zu den Anschlägen im Bundestag auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Doch während des Nato-Gipfels in Lissabon sprach sie Journalisten von einer bestehenden "echten Bedrohung". Er wollte jedoch keine "konkreten Details" nennen. Die Kanzlerin forderte die Bevölkerung des Landes auf, nicht in Panik zu geraten. Sie sagte, die Deutschen würden sich nicht einschüchtern lassen und entschlossen sein, zu verhindern ", dass ihnen jemand das Gefühl eines freien Lebens nimmt". Alle Sicherheitsbehörden der Bundesrepublik arbeiten nach Merkels Überzeugung nach der Situation.

Nach Informationen des Magazins "Fokus" wird die deutsche Spezialeinheit zur Terrorismusbekämpfung in voller Alarmbereitschaft gebracht. In den Bundesländern Hessen und Nordrhein-Westfalen, wo sich wahrscheinlich Terroristen verstecken können, werden Durchsuchungen durchgeführt. Geprüft werden alle in den vergangenen drei Monaten ausgestellten Schengen-Visa. Die Kontrolle betrifft vor allem die Bürger in Pakistan, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indien.

Die Deutschen reagieren locker auf die eingegangenen Warnungen. Auf den Stufen des Reichstags in Berlin stehen nach wie vor Touristen und ein paar Polizisten mit Aufrührautomaten an der Reihe. Keine nennenswerten Sicherheitsvorkehrungen außer den vor dem Parlament ausgestellten Stahlstürmen sind in Sicht.