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Lastwagen mit Atombrennstoff am Speicher in der Bundesrepublik Deutschland angekommen.

Die Ladung radioaktiver Abfälle ist am Dienstag am Lagerort im Ortsteil Gorleben im Norden Deutschlands angekommen. Zuvor war am Dienstag ein Zug mit radioaktivem Abfall am Bahnhof Dannenberg eingetroffen. Dort wurden Container auf 11 Lastwagen gelegt, die sie nach Gorleben brachten, 20 km von Dannenberg entfernt. Es dauerte fast vier Tage, bis die Ladung von der Recyclinganlage in Frankreich abtransportiert wurde, da sie von den sich abzeichnenden Protestaktionen der deutschen Umweltschützer begleitet wurde. Die Aktivisten setzten eine sogenannte "Sitzblockade" ein - sie saßen auf der Fahrbahn und auf den Schienen, die Polizei musste sie mit Gewalt wegbringen, und der friedliche Protest ging oft in Tritte, berichtet RIA Nachrichten.

Beachten Sie, dass über 50.000 Menschen in Deutschland gegen den Transport radioaktiver Abfälle aus Frankreich protestiert wurden. In der Nacht von Sonntag auf Montag blockierten mehr als 2.000 Aktivisten die Förderung des Zuges mit Containern.

Erst am frühen Montagmorgen hat die Polizei die Demonstranten aufgeheizt. Der Weg zum provisorischen Speicher nahe dem Ort Gorleben im Land Niedersachsen wurde geräumt.

Die harte Arbeit hat die Polizei bekommen - Menschen aus den Gleisen zu bringen. Als wären Tausende von Atomenergiegegnern zum Picknick in den Wald gekommen, mit Thermos und Gitarren, Brötchen und Stiften. Es wurde sogar eine spezielle Hütte mit einem Pelztisch gebaut. Erstmals seit zehn Jahren steht Deutschland vor so vielen Protesten. Erstmals gingen nicht nur Studenten und Grüne, sondern auch Hausfrauen, Rentner, Schüler auf die Schiene. Das Durchschnittsalter der aus dem ganzen Land stammenden Teilnehmer liegt bei vierzig Jahren. Die einheimischen Bauern stellten die Traktorkette auf den Weg der Polizeikolonne.

Die Polizei hatte mit einer ähnlichen Massnahme nicht gerechnet. Die Förderung des Zuges mit 123 Tonnen hochradioaktiven Materials von der französischen Recyclingfabrik zu Gorleben hat sich um mehrere Stunden verlangsamt. Die Arbeit der 16.000 Polizisten wurde durch die Auftritte des radikalen Flügels der Protestanten erschwert. Saboteure haben die Gleise auseinandergenommen, sind auf Seilen vor dem herannahenden Zug von den Bäumen abgekommen, haben Polizisten mit Steinen beworfen. Ihnen gelang es, den Transporter der Polizei in Brand zu setzen. Polizisten setzten Gummischlagstöcke, Tränengas und Wasserwerfer ein.