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Unausrottbarer Guttenberg.

Die Sonderkommission der Universität der Stadt Bayroit hat sich am Mittwoch mit dem Fall des deutschen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg befasst. Die Anklage lautete: Mehr als eine fünfte Dissertation des Ministers, die übrigens die höchste Bewertung erhielt, enthält Zitate aus anderen Publikationen, auf die es keine Links gibt. Mit anderen Worten: Der Minister hat das Plagiat zugelassen.

Nach dem Schutz der Dissertation sind mehr als drei Jahre vergangen. 2009 erschien sie ein eigenes Buch im Berliner Verlag. Einer der Professoren des öffentlichen Rechts der Universität Bremen hat aus Interesse in der Bibliothek eine Dissertation des Barons zu Guttenberg unter dem Titel "Verfassung und Verfassungsvertrag bestellt. Entwicklungsstufen der Verfassung in den USA und der EU". Wie Professor Fischer-Lescano der "RG" sagte, habe er in diesem Semester lediglich einen Workshop zum Thema "Verfassung außerhalb des Staates" geführt und sich für die Arbeit eines modernen Staatsmannes interessiert. Als der Professor sie las, sah er zahlreiche stilistische Raufereien und versuchte, deren Ursache zu verstehen. Es stellte sich heraus, dass es in der Dissertation viele Diebesgut aus anderen Denkquellen gab.

Der Professor aus Bremen wollte zunächst nicht an seinen Fund glauben, wandte sich dann aber an andere Experten, die wiederum weitere bei anderen Absatzautoren umgeschrieben fanden. Sogar die Einführung einer Dissertation wurde aus dem Zeitungsartikel der "Neuen Zürcher Zeitung" genommen. In dem Arbeitstext wurden auch zahlreiche Essays des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages eingesetzt, die Abgeordneten nicht für persönliche Zwecke einsetzen dürfen, die nicht mit ihrer politischen Tätigkeit verbunden sind. Doch die Quelle dieser recht volumigen Zitate hat Guttenberg lieber nicht angegeben.

Seine überraschenden Eröffnungen veröffentlichte Professor Fischer-Lescano in der Zeitschrift "Kritische Justitation". Es folgte eine Veröffentlichung in der führenden deutschen Zeitung "Zuddoce Zeitung". Eben es ist der Skandal ausgebrochen. Die ohrenbetäubenden Internetnutzer fanden mehr und mehr Plätze mit Plagiat, das Netzwerk pöbelte mit eingescannten Seiten der Dissertation mit unterstrichenen Diebstahl-Gedanken.

In den ersten Poren hat der Minister jedoch alles bestritten. Kanzlerin Angela Merkel hat ihren Mitstreiter verteidigt. Sie sagte, dass das zu Guttenberg in der Regierung als qualifizierter Minister und nicht als Wissenschaftler gebraucht werde. Während in der Presse immer neue Beweise des Plagiats auftauchten, änderte der Minister seine Erklärungen. Schließlich gab er zu ", viel Unsinn geschrieben zu haben" und bat die juristische Fakultät der Universität Bayroit, ihm den Doktor-Abschluss aufzulegen.

Wie RG-Präsident Professor Rüdiger Bormann der Universität sagte, ist die Arbeit kein Plagiat. Es geht nur um einige Orte, an denen keine Zitate ausgewiesen sind. Doch das Vertrauen in die Echtheit der Dissertation ist gebrochen. Deshalb hat eine Sonderkommission der Universität den Beschluss gefasst, dass Karl-Theodor zu Guttenberg sein Doktorzeugnis abgeben muss und nicht das Recht hat, einen Doktor-Abschluss zu tragen. Doch Prof. Bormann brachte von der Universität den Verdacht auf Betrug oder Unprofessinalismus eines Arbeitsleiters und Gegners zurück. Er sagte, Heterogenität könne in jeder Dissertation Platz finden und er könne dem bereits in den Ruhestand geratenen Arbeitsleiter Professor Peter Heberle nichts anhaben.

Was passiert mit dem Verteidigungsminister weiter? Ob er sich im Amt halten kann? Offenbar, ja. Denn trotz des unangenehmen Schamfalls von drei Viertel der Bevölkerung unterstützen in Umfragen des soziologischen Instituts Forsa Baron zu Guttenberg. Trotz der Empörung über die Opposition des Bundestages steht Kanzlerin Angela Merkel auf ihrem: Der Minister darf nicht von seinem Amt abtreten. Nicht zuletzt aus persönlichen Gründen stellte sie sich dem Berg für einen jungen vielversprechenden Politiker. Denn bald soll im Bundestag über ein Gesetz zur Reform der Bundeswehr diskutiert werden. Ohne einen charismatischen Verteidigungsminister wird es nicht so leicht, ihn durchzuziehen.