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Deutschland forderte Serbien auf, Beziehungen zum Kosovo aufzubauen.

Deutschland fordere von Belgrad, die Beziehungen zum Kosovo aufzubauen, sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Andernfalls wird Serbien nicht in die EU eintreten können.

Darüber berichtet RIA News.

"Wir brauchen Zusicherungen, dass Serbien in der Lage ist und bereit ist, die Beziehungen zu den Nachbarn zu regeln", sagte der Minister.

In Brüssel hat eine Sitzung des EU-Rates zu allgemeinen Fragen eröffnet. Voraussichtlich wird der Rat unter anderem den offiziellen Antrag Serbiens auf Aufnahme in die EU bewerten.

Vergangene Woche haben die kosovarischen Serben europäische Friedensstifter bekämpft. Verletzt wurden 30 deutsche und österreichische Militärs von den Internationalen Sicherheitskräfte im Kosovo (KFOR) und nach unterschiedlichen Angaben zwischen 10 und 50 Serben.

Nach diesen Auseinandersetzungen sagte Kanzlerin Angela Merkel, Serbien habe die Bedingungen für einen Kandidatenstatus noch nicht erfüllt.

Serbiens Präsident Boris Tadic hat die kosovarischen Serben aufgefordert, die Barrikaden zu demontieren und keinen Konflikt mit den Friedensstifter zu führen.

Eine weitere Verhandlungsrunde zwischen Serbien und dem Rand des Kosovo hat am 30. November begonnen. Es wurde beschlossen, zu verlängern, da Diplomaten die Fortschritte bei der Diskussion über die wichtigsten Themen markieren.

Am 2. Dezember einigten sich die Parteien auf eine "integrierte Grenzverwaltung". Nun werden am Grenzübergang der Verwaltungslinie zwischen Serbien und Kosovo Serben, Albaner und Vertreter der EU-Mission für Rechtsstaatlichkeit und Rechtsordnung im Kosovo (EULEX) anwesend sein.

Der Dialog zwischen Belgrad und Pristina hat im März begonnen. Mittelsmann wurde der europäische Diplomat Robert Cooper.

Die Parteien haben bereits eine Einigung über die Bewegungsfreiheit, den Austausch von Dokumenten, die Anerkennung von Universitätszeugnissen erzielt. Doch die Vereinbarungen sind noch nicht umgesetzt.

Die Situation an der Verwaltungsgrenze von Serbien und Kosovo eskalierte Mitte September, als kosovarische Albaner ihre Zollbeamten und Polizisten am Grenzübergang Yarina und Brniak stationierten. Aus Protest stellten die kosovarischen Serben Barrikaden nahe der Grenze im Norden des Kosovo fest.

Die albanischen Behörden im Kosovo haben am 17. Februar 2008 einseitig mit Unterstützung der USA und einer Reihe von EU-Ländern die Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Belgrad und die kosovarischen Serben haben den selbsternannten Staat nicht anerkannt.