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Atomabfälle in deutschen Speicher geliefert.

11 Container mit radioaktivem Abfall sind trotz heftiger Proteste von Umweltschützern in den Tresor im westdeutschen Gorleben gebracht worden. Die "Atomkarawane" überwand den Weg von einem tausend Kilometer entfernten französischen La Aga bis zum Zielort in 5 Tagen.

Das berichtet ITAR-TASS.

Am vergangenen Sonntag ist die Sonderfahrt in der Stadt Dannenberg angekommen. Am Bahnhof wurden die Container zu speziellen Wohnwagen überrollt, auf denen Abfall nach Gorleben gebracht wurde. Die letzten fünf Kilometer blockierten die Transportgegner mehrfach den "Karawane" -Verkehr. Doch um 22 Uhr Ortszeit (01 Uhr Moskauer Zeit) erreichte der erste der Wohnwagen dennoch das Ziel. Die Ordnungshüter sind weiterhin vor den Toren des Lagers im Einsatz, aus der Luft werden sie von Hubschraubern unterstützt.

Der Transport von Atommüll wurde in seinem Ausmaß von Protestaktionen beispiellos begleitet. Mehr als 20.000 Polizisten waren bei den Verkehrssicherheitsveranstaltungen in Deutschland im Einsatz. Die Demonstranten knüpften sich mit Ketten an die Schienen, verschlafen sie mit einem Zwetschgen und versuchten sogar, den Bahnsteig zu zerlegen. Auf benachbarten Autobahnstrecken organisierten Demonstranten Barrikaden, damit die Streifenwagen der Bahn nicht näher kommen konnten.

Nach dem deutsch-französischen Vertrag werden Atomabfälle von deutschen Kernkraftwerken zum Recyclingbetrieb des französischen Atomkonzerns LEDER in der Stadt La Ag geleitet und dann für die Grabstätte wieder in die Bundesrepublik Deutschland zurückgeführt.