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Angela Merkel lehnte Idee einer Legalisierung von Marihuana in Deutschland ab.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Vorschlag abgelehnt, Marihuana und Haschisch in Deutschland zu legalisieren. Das erklärte sie in ihrer ersten Videoausgabe auf dem Portal YouTube.

Innerhalb von drei Wochen gingen rund 2000 Fragen auf die Seite der deutschen Regierung am YouTube ein. Davon wählten die Internetnutzer die zehn interessantesten ihrer Meinung nach. Geleitet wurde der von einem Vertreter des Deutschen Hanfverbands gesetzte Ratingen-Vorschlag zur Legalisierung von Marihuana. Daran erinnern, schlug er vor, den Markt von Marihuana und Haschisch aus dem Schatten zu ziehen und eine Steuer aus ihrem Verkauf zu sammeln. Für diese Frage wurden 4130 Stimmen abgegeben. Laut Merkel gibt es im Land mehr als 2 Millionen Verbraucher von Cannabis-Drogen, und das ist ein sehr großer Wert, um auch noch Drogen legalisieren zu können. Wie die Kanzlerin sagte, ist die Annahme sogar eine kleine Dosis Cannabisprodukt in der Lage, schwere Drogensucht zu verursachen. Ihrer Meinung nach würde die Legalisierung von Marihuana insgesamt die Schwelle für den Zugang zu Drogen im Land fallen lassen.

Interessant ist, dass die Pressestelle der Kanzlerin bis zuletzt die Intrige um die Drogenfrage bewahrt hat. Videoaufnahmen wurden in drei Empfängen gepostet: 18., 21. und 23. November. Wobei die Fragen rückwirkend gingen - vom zehnten zum ersten. Deshalb lautete die erste Frage: Drogen - und die Antwort darauf kam am Ende der Videobotschaft, also am 23. November.

Andere Fragen, die Kanzlerin gestellt hatte, waren auf der Bosheit des Tages. So empörten die einen die hohen Löhne der Bundestagsabgeordneten. Andere interessierten sich, was Frau Kanzlerin über Spenden zugunsten der Parteien denkt, ob es sich dabei nicht um eine Bestechung von Politikern durch Lobbyisten handelt. Auch die Frage nach den Renten wurde gestellt. Wie werden künftige Generationen in einem Umfeld leben müssen, in dem sie aufgrund der schweren demografischen Situation doppelt so viele Rentner füttern müssen. Die Nutzer waren besorgt, warum der Staat Milliarden Euro für die Rettung der Großbanken aufgibt und das Bildungsgeld für die Bürger bereut. Interessiert haben die Deutschen auch, warum das Parlament nicht auf die Online-Petitionen reagiert, die rund Tausend in zwei Jahren erreicht haben.