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Iran kaufte Angela Merkels Flugzeug für drei Millionen Euro.

Der ältere Aerobus 310-304 mit dem Titel "Theodor Hoyss", auf dem noch in diesem Jahr Bundeskanzlerin Angela Merkel flog, gehört nun der iranischen Fluggesellschaft Mahan Er.

Das ehemalige Flugzeug der deutschen Regierung war Ende Juni für 3 Millionen 125.000 Euro an die ukrainische Investmentgesellschaft Aeroflot Limited verkauft worden. Nach Informationen des Portals "Spieß-online" hat sie ihn neulich an Iraner weiterverkauft.

Wie der Vertreter des Flugbereitschaftsdienstes bei Bundestrainer Kai Gudenoga der RG versicherte, sieht der Linzer gar nicht aus wie gerade vom Fördertopf gefallen. Es ist ein altes Flugzeug, das vor dem Verkauf neutral gestrichen wurde. Auch das Logo der Bundesregierung wurde vom Fuhrwerk entfernt.

Aerobus "Theodor Hoyss" wurde 1989 gebaut und gehörte zuvor der DDR-Airline Interflugh an. Er konnte noch Eric Honecker fliegen. Nach dem Zusammenschluss Deutschlands ging er an die "Luftstadt" der Bundesrepublik Deutschland, wurde saniert und diente weitere 20 Jahre als erste Personen des Staates - Helmut Kohl, Gerhard Schröder, Joschke Fischer und Angela Merkel. Der Linzer ist mit Schlafraum, Dusche und komfortablen Sesseln ausgestattet.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass auf dem gefeierten Linzer auch noch der iranische Präsident Mahmud Weschnad fliegt. Warum das iranische Unternehmen genau an diesem Flugzeug interessiert war, ist nicht bekannt. Wie Kai Gudenoga bemerkte, gab es schon früher seltsame Verkaufsfälle von ehemaligen Regierungsflugzeugen. So erwarb etwa ein Fetischist-Käufer den vom Haushalt des Cellenger Flugbereitschaftsdienstes abgeschrieben, weil Helmut Kohl darauf geflogen war.

Nach Informationen einiger Medien war die ukrainische Investmentgesellschaft ein Scheinglied beim Deal und das Flugzeug sollte ursprünglich an eine iranische Fluggesellschaft verkauft werden. Ihn direkt an interessierte Iraner zu verkaufen, wäre ziemlich skandalös. Denn erst vergangene Woche hatte Kanzler-Sprecher Stefan Seibert die Bereitschaft der Bundesrepublik erklärt, sich für härtere Sanktionen gegen den Iran einzusetzen. Grund für diese Aussage war ein besorgniserregender Bericht über die Fortschritte des iranischen Atomprogramms. Deshalb handelte die Abteilung für den Verkauf von Eigentum der Regierung angeblich über Kiew.

Behördendirektor Folkmar Kunert erklärte der RG, dass Vertreter der Investmentgesellschaft Ende Mai unter anderem zehn potenzielle Käufer das Flugzeug begutachtet, einen Vorschlag gemacht und bald einen Kaufvertrag unterzeichnet hätten. Sie machten deutlich, dass sie das Auto auf Ersatzteile zerlegen und ausverkaufen würden. Dass ein Linzer in den Iran kommt, war keine Rede. Wie die RG die offizielle Kanzleramtschefin mitteilte, wusste Angela Merkel auch nichts von dem echten Käufer ihres alten Flugzeugs.