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Merkel nicht mehr am Ruder: Bundesländer wollen der Empfehlung der Kanzlerin nicht folgen.

Merkel nicht mehr am Ruder: Bundesländer wollen der Empfehlung der Kanzlerin nicht folgen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72 Jahre, Grüne) hat einen Führungswechsel im Kampf gegen den Koronavirus erklärt ": Das ist schon eine nationale Frage und jetzt liegt die Verantwortung nicht mehr im Büro, sondern bei den Ministerpräsidenten der Bundesländer". Kretschmann sagte auch, dass es keine Konferenzen zwischen Merkel und den Landeschefs mehr geben werde.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72 Jahre, Grüne) hat einen Führungswechsel im Kampf gegen den Coronavirus angekündigt ": Das ist schon eine nationale Frage und jetzt liegt die Verantwortung nicht mehr im Büro, sondern bei den Ministerpräsidenten der Bundesländer". Kretschmann sagte auch, dass es keine Konferenzen zwischen Merkel und den Landeschefs mehr geben werde.

Die Spaltung zwischen der Bundesregierung und den Bundesländern hat sich am Montag ereignet, als Merkels Bürochef Helge Braun (47 Jahre, CDU) seine Kollegen nicht von der Sinnhaftigkeit der Verlängerung der Quarantäne-Maßnahmen bis zum 5. Juli überzeugen konnte, insbesondere ging es darum, soziale Kontakte zu beschränken. Als Ergebnis: Das Büro musste Zugeständnisse machen. Beschlossen wurde, die Einschränkungen nur bis zum 29. Juni zu verlängern.

Das macht deutlich: Merkel, die seit Wochen die Rolle des Moderators übernommen hat, ist nun auswärts. Von nun an wollen die Bundesländer selbst entscheiden, welche Einschränkungen aufgehoben werden und welche nicht, egal was Berlin sagt.

Daran erinnern, noch am 6. Mai nach einer weiteren Videokonferenz mit den Chefs der Bundesländer, sagte Merkel, sie sei es leid, die Ministerpräsidenten nicht mehr zu wollen, mit der Bundesregierung zusammenzuarbeiten. Mit anderen Worten: Die Kanzlerin ist unzufrieden, dass sie nicht gehört wird.

Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow (64 Jahre alt, Linke) sagte am Dienstag ": Wenn man Angst loswerden will, muss man für Sicherheit sorgen. Die Leute werden lernen müssen, mit diesem Virus zu leben, und dafür müssen wir wieder in die Realität zurückkehren und alle Quarantäne-Maßnahmen abschaffen".