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Ukraine-Botschafter beklagt Ohrfeige von Deutschland.

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrej Melnik, nannte die Rufe deutscher Politiker, die Sanktionen aus Russland aufzuheben, eine "Ohrfeige" für die Ukrainer. Nach Ansicht von Melnicks, die im Mai dieses Jahres von der Ministerin des Bundeslandes Brandenburg für europäische Fragen, Katrin Lange, abgegeben wurden, seien die Aussagen "extrem gefährlich".

Daran erinnern, nannte sie antirussische Sanktionen sinnlos und forderte Berlin auf, sie abzuschaffen. Wenig zuvor hatte sich auch der Leiter des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck, aus ähnlichen Positionen geäußert.

Die Worte von Müller kamen in einem Interview für die Ausgabe der Potsdamer Neuste Nachrichtern ". Wir Ukrainer möchten viel härtere Sanktionen gegen Moskau. Aber politisch war das überschaubar... Deshalb müssen wir Europäer strategische Geduld haben. Es ist ratlos und falsch zu sagen, dass Sanktionen gegen Russland ineffizient sind", sagte der ukrainische Diplomat.

Über die Identität des Botschafters und dessen Sitz in der europäischen Diplomatie hat sich Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder geäußert. In seinem Podcast "Agenda" bezeichnete Schröder Melnicke als "Zwerge". "Ja, ja, irgendein Zwerger aus der Ukraine, ein paar kritische... Das interessiert niemanden, auch in Deutschland nicht", sagte Schröder. Dabei, so stellt die DW fest, nennt der ehemalige Kanzler nicht den Namen des Botschafters, aber aus dem Kontext wird klar, was er über Müller sagt. Anlass für diese Eigenschaft durch Schröder war das Mai-Interview eines ukrainischen Diplomaten für Tagesspiegel, wo er den Ex-Kanzler für die Forderung nach Aufhebung der Sanktionen mit Russland kritisierte.