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750 Milliarden Euro für die von der Koronakrisis betroffenen Länder: Wer steht auf der Liste?

Es geht um eine unvorstellbare Summe von 750 Milliarden Euro. Mit dem Finanzhilfepaket will die Europäische Kommission verhindern, dass Europa wegen der Folgen des Koronavirus in eine tiefe Rezession fällt. Wie wird das Geld verteilt?

€100 von 750 Milliarden Euro sind für EU-Programme wie den gemeinsamen Zivilschutz gedacht. Von den verbleibenden 650 Milliarden Euro werden 250 Euro in Form von Krediten fließen. Wirtschaftlich starke Länder wie Deutschland, die Niederlande und Schweden werden als Spender auftreten und in Sachen Kreditbereitstellung mitstimmen dürfen. Übrig 400 Mrd. Brüssel will als Zuschüsse zur Stärkung der betroffenen Volkswirtschaften zur Verfügung stellen.

EU-Kommissionschef Ursula von der Leyen ist überzeugt, dass man sofort handeln muss ": Der Preis der Untätigkeit in dieser Koronakrisis wird teurer".

Was interessant ist: Deutschland und Frankreich, dessen gemeinsames Hilfsangebot für die betroffenen Länder die Europäische Kommission genehmigt hat, werden von diesem Deal (insgesamt 29 und 39 Milliarden Euro) kaum etwas bekommen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) haben zuletzt oft wiederholt, dass Deutschland als Exportland nicht weiter erfolgreich sein könne, wenn die europäische Wirtschaft in einem schlechten Zustand sei.

Am Mittwoch sagte Merkel, sie habe die Pläne der Europäischen Kommission noch nicht ausführlich untersuchen können, sie erwarte aber bereits schwierige Verhandlungen ": Die Suche nach Kompromisse ist unsere Arbeit und wir müssen sie erfüllen. Wir müssen alles dafür tun, dass die betroffenen Länder bereits Anfang 2021 finanzielle Hilfe bekommen". Die Bundesregierung sei mit der Forderung nach einer Abgabe von Finanzhilfen verbunden.