Deutschland nachrichten: Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Sport, sowie Weltnachrichten.

Politik Wirtschaft Gesellschaft Welt Sport Kultur

Proteste wegen Mord an Afroamerikaner in USA überschlagen Europa.

Die mehrfachen Demonstrationen gegen die regelmäßige Manifestation von US-Polizisten mit tödlichem Rassismus und Gewalt gingen weit über die USA hinaus. Am vergangenen Wochenende hatten Bürger, die sich über den Resonanzsterben des schwarzen US-Amerikaners George Floyd von den Händen der Strafverfolger über die Straßen Londons, Berlins und anderer europäischer Städte empört hatten, massenhaft aufgebraucht. In Großbritannien fanden solche Aktionen gleich in mehreren Städten statt, darunter Manchester und Cardiff. Am meisten aber erwies sich die Kundgebung in der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs - unter den Slogans "Gerechtigkeit für Floyd", "Schweigen der Weißen ist Beihilfe" und "Rassismus ist kein Ort" versammelten sich Tausende Londoner am Trafalgar-Platz, von wo aus sie später von der Polizei ausgegeben wurden. Danach marschierte der Fluss der Menschen zunächst zum Gebäude des britischen Parlaments und dann zur US-Botschaft, überlagerte auf dem Weg der Straße und blockierte den Verkehr in der Stadt.

Unter den Mauern des US-Diploms in London fand eine Gedichtkundgebung statt. Nach Angaben des Senders BBC wurden bei dieser nicht genehmigten Veranstaltung mehrere Personen verhaftet. Allen Inhaftierten wird vorgeworfen, gegen die Forderungen der sozialen Distanzierung und Beleidigung von Machtvertretern verstoßen zu haben.

In Deutschland sind auch hunderte Deutsche zur US-Botschaft in Berlin gekommen, berichtet die Deutsche Welle. Indem sie "Hört auf, uns zu töten" und "Gerechtigkeit für George Floyd" skandieren, äußern die Demonstranten den US-Diplomaten seit zwei Tagen ihre Ablehnung mit schockierenden rassistischen Ausprägungen in den Vereinigten Staaten. Auch im berühmten Berliner Mauerpark, wo Straßenkünstler die erhaltenen Fragmente der geteilten Ost- und Westdeutschen Mauer einplanen, wurde neulich eine Gedenkstätte zur Erinnerung an den in den USA Verstorbenen von den Händen der Polizei Afroamerikaner gegründet.

Unterdessen wurde die für Montag vorgesehene antirassistische Kundgebung in Brüssel in letzter Minute abgesagt, nachdem seine Organisatoren nie die Genehmigung von der belgischen Polizei für eine Protestaktion erhalten konnten.