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Lufthansa verzichtet auf Slotes an Flughäfen in München und Frankfurt.

Die größte deutsche und europäische Fluggesellschaft Lufthansa, die wegen des globalen Lokaldowns in die Finanzturbulenzen geraten ist, hat Brüssel schmerzhafte Zugeständnisse gemacht. Für das Hilfspaket von der Europäischen Kommission verzichtet der Transporter auf einen Teil der (zeitlich gebuchten "Quoten" für Auf- und Landung) an den Flughäfen seiner Basis in München und in Frankfurt am Main. Das berichtet die Deutsche Welle unter Berufung auf eine offizielle Mitteilung des Unternehmens.

Die Ausgabe schreibt, dass die Forderungen an die Lufthanse zunächst noch größer waren, am Ende erreichten die Parteien einen Kompromiss. Die Vereinbarung setzt voraus, dass die Airline acht ihrer Flugzeuge, die bisher 24 Slotes an jedem der Flughäfen verfügten, nicht betrieben wird. Sie werden an neue Konkurrenten übergeben, die diese Transporthubs auch nutzen können, um das Monopol des Transporterriesen zu umgehen. Die Entscheidung hat die EU-Kommission für Wettbewerbsfragen proklamiert, Dänen Margrethe Vestager. Im Gegenzug billigte Brüssel die Bereitstellung von 9 Milliarden Euro für die Rettung der Lufthansa. Allerdings haben ihr Vorstand und die Hauptversammlung der Aktionäre den Deal noch nicht endgültig genehmigt. Nach den Quellen der Verhandlungsnahen, von ihr ursprünglich gefordert, 20 Luftschiffe zu spenden, war die Airline bereit, nur drei zuzustimmen.

Die Sache bei der Lufthansa läuft wirklich nicht gut. Was kein Wunder ist: Im April und Mai transportierte die Konzerngruppe mit 138.000 Mitarbeitern nur ein Prozent der Passagiere im Vergleich zum gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr. Kanzlerin Angela Merkel räumte ein, dass um das Überleben der Lufthansa eine "schwere Schlacht" bevorstehe. Die Bundesregierung hat ihr einen Bankkredit in Form eines Herrenhauses von drei Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, weitere sechs Milliarden in Form eines nichtöffentlichen unbefristeten Beitrags über die Linie des eigens gegründeten Fonds für Stabilisierungswirtschaft. Dabei müsste der Transporter strengere Umweltstandards einhalten. Zudem könne der Staat 20 Prozent der Lufthansa-Anteile erwerben..